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Gedichte

Silvester … ??

Sie feiern Silvester ….


Ich sitze hier
bei dir
denn du hast Angst.
Schritt für Schritt
folgst du mir
und Panik
in deinen Augen.

Du hast Angst.

Ich bleibe bei dir
lass dich nicht alleine
gibt dir Halt
und Kraft
habe keine Angst.
Ich bin doch da.

Du hast Angst.

Sie feiern das neue Jahr
und das alte ist vorbei
doch was ändert sich
die Angst
die Kälte
bleibt da.

Du hast Angst.

Ich bin bei dir
lasse dich nicht alleine
sollen die doch feiern
und ihr Geld verbrennen
wenn sie dann jammern
es wird eng.
Dann muss ich das
doch
nicht verstehen.

Du hast Angst
ich bleibe bei dir

doch wie viele
sind allein
und niemand ist
in ihrer Nähe.

Feiern
ist das
wirklich
feiern

und die anderen
sterben
fast
vor
Angst…..



Für meinen Hund Hubertus.
Bin ich froh, wenn diese Nacht ein Ende hat…..

Bild und Text
Heidemarie Rottermanner
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Gedichte
Wir Menschen
wo ist unser Gefühl
wo unser Herz
unser Gespür

Spüren wir noch
Freude
Glück
oder
Schmerz?

Wie gehen wir mit
unseren Mitmenschen
um
mit der Natur
und den Tieren.


Fühlen wir deren
Freude
oder ihr
Leid?

Leben wir noch
oder sind
wir schon
erstorben!

Es ist nur ein Tier
es war nicht zu retten
und dann wird
darüber gefahren
im wahrsten Sinn
des Wortes….


Spüren wir uns
noch
oder sind
wir schon
gestorben?

Bild und Text: Heidemarie Rottermanner

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Kurzgeschichten

Friedens … Engel

Anna sitzt im Apfelbaum und schaukelt mit den Füßen. Hin und her, her und hin 
und immer wieder. Sie ist müde und auch traurig, böse auf ihren Bruder. Er hat ihr Haus aus Steinen zerstört. Sie hat ihn doch nur geschubst und an den Haaren gezogen, aber die Mama hat geschimpft. Sie ist böse auf mich.

Anna sitzt im Apfelbaum und ist müde……


Da ist doch noch jemand. Sie blickt auf den Ast neben ihr, da sitzt er und schaukelt. Was ist das bloß? Es sieht so durchsichtig aus. Ein Sonnenstrahl vielleicht. Doch jetzt öffnet es den Mund, ist es eine Elfe?

„Wer bist du?“

„Ich bin dein Friedensengel.“

„Was ein Friedensengel. Brauch ich nicht. Hilft so und so nichts.“

„So so.“

„Oder.“

„Vielleicht doch. Wie war das mit Florian?“

„Mit Florian. Er hat angefangen.“

„Mit was?“

„Er hat mich gestört ich wollte meine Ruhe haben.“

„Gestört.“

Anna sitzt da und überlegt. „Gestört. Mir war einfach fad und dann…“

„Und dann…..“

„Bin ich zum Sandhaufen gelaufen und habe seine Burg ein wenig verändert.“


„Verändert.“

„Ok zerstört.“

„Und dann.“

„Hat er mein Haus kaputt gemacht.“

Der Engel sitzt im Baum und schaukelt hin und her und Anna blendet die Sonne.

Sie seufzt. „Ok es war nicht schön und hat auch nicht Spaß gemacht. Und jetzt ist Mama böse und Florian weint.“

„Und was machst du jetzt“.

„Ich gehe zu Mama und Florian und entschuldige mich. Es tut mir leid. Und…“

„Und.“

„Wenn mir fad ist, dann denke ich an den Friedensengel im Apfelbaum und lasse meinen Bruder in Ruhe.“

Der Engel nickt und lächelt. „Fein Anna.“


Anna schlägt die Augen auf und blickt um sich. Warum liegt sie auf einer Decke und warum schaukelt sie nicht im Apfelbaum.

„Mama.“

„Ja Anna, was ist denn los, du wärst gerade vom Baum gefallen, zum Glück habe ich dich aufgefangen und auf der Decke hast du dann weiter geschlafen.“

„Mama es tut mir leid, ich war böse zu Florian und meinem Friedensengel hat das gar nicht gefallen.“

Anna blickt ihre Mutter an, die schaut erstaunt. „Der Friedensengel, aha, du hast wohl geträumt.“

Anna ist schon davon gestürmt, sie läuft zu ihrem Florian und umarmt ihn lieb und flüstert: „Es tut mir leid.“

Florian lächelt und sagt: „Meine Anni.“

Und irgendwo im Apfelbaum schaukelt ein Friedensengel und lächelt ….
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Kurzgeschichten

Die Suche nach dem Christkind ….

Anna liegt in ihrem Bett und denkt nach. Schlafen wäre angesagt, aber sie konnte und wollte nicht einschlafen. Vieles ging durch ihrem Kopf.

Bald ist Weihnachten und sie freut sich schon auf die vielen Geschenke. Eigentlich hatte sie schon sehr viel Spielzeug, Malstifte, Bücher, Einhörner usw. Aber vielleicht würde dem Christkind etwas neues einfallen.

Wie das Christkind wohl aussieht?

Ist es ein Engel mit Flügel und weißem Kleid?

Oder rosa Kleid?

Konnte es fliegen? Werden alle Kinder beschenkt? Bekommen auch die Tiere zu Weihnachten Geschenke?

Wie sieht es wirklich aus?

Holt es die Wunschzettel der Kinder? Bastelt es die Geschenke? Da benötigt sie aber Hilfe. Ob die Wichtel helfen? Sind es viele Wichtel? Bekommen alle Kinder Geschenke? Eigentlich müssten alle dies bekommen.

Fragen über Fragen und sie grübelte und versuchte Antworten zu finden.

Mama und Papa, auch Oma und Opa ob sie ihre Fragen beantworten konnten.

Endlich waren ihr die Augen zugefallen und sie versank ins Land der Träume.

Die Gegend war unbekannt, viel Sand, da und dort ein Grasbüschel und ein kalter Wind wehte hier. Anna fröstelte ein wenig, schützend legte sie die Hände um sich und versuchte Wärme zu finden.

Da stand ein Häuschen. Langsam trat sie näher, ein Stall mit Ochs und Esel. Genüsslich kauten sie Stroh und Heu. Langsam stieg sie über die ausgetretenen Stufen und klopfte an der Tür. Diese ging auf und als sie eintrat, stand sie in einem schlichten Raum. Eng war es hier. In der Ecke stand eine Wiege und darin lag ein kleines Kind.

Anna trat langsam näher. Hier war es wenigstens wärmer. Das Baby schlief. Anna betrachtete es staunend. Wie friedlich sein Gesicht war. War es ein Bub oder ein Mädchen? Ein Bub. Es hatte eine blaue Decke. Oder doch nicht? Jetzt öffnete das Kind die Augen und blickte Anna an. Warm wurde ihr ums Herz. Was für Augen und wie es sie ansah. So unendlich voller Liebe. Plötzlich stand eine junge Frau neben ihr. Anna zuckte zusammen. Würde diese jetzt böse sein, sie war unerlaubt hier eingetreten. Doch die Frau lächelte und in ihrem Gesicht stand nur eines: Liebe. Sanft legte diese den Arm um ihre Schultern: „Schau er liebt dich, er liebt euch alle. Jeden von euch. Denke daran, jeden von euch, liebt er über alles.“

Anna blickte wieder in das Gesicht des Kindes und dieses streckte ihr die Arme entgegen. Anna ergriff die winzigen Finger, hielt sie fest und fühlte sich unendlich froh.

Anna öffnete die Augen, die Sonne blinzelte durch das Fenster ins Zimmer. Mama kam leise ins Zimmer. „Anna wach auf.“

„Och ich habe so schön geträumt.“

„Ja.“

„Vom Christkind. Es liebt mich, es liebt uns alle über alles.“ ….

Text: Heidemarie Rottermanner

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Gedichte

Dreh mich im …

Du drehst dich im Kreis





Du drehst dich m Kreis
und weißt nicht warum
und wieso.

Die Welt um dich herum
geht kaputt
die Natur leidet
Müll in den Wäldern
und Wiesen.

Und das Reh im hohen Gras
was bietet dir noch Schutz
wenn die Traktoren
kommen.

Die vielen Katzen
auf Bauernhöfen
erschöpft und ausgemergelt
sollen sich doch die Mäuse
holen
und ihre Babies versorgen
und drinnen biegt sich der Tisch
und die Menschen haben zu viel.

Wie lange noch?

Du drehst dich im Kreis
und weinst.
Wie lange noch
spielen wir das Spiel
und merken nicht
wie viele leiden
und kaum Luft zum Atmen
und Leben haben.

Die Wolken zieh`n
am Himmel
und die Flieger dazwischen
plötzlich ist der Himmel
nicht mehr blau
und die Sonne
verschwindet im weißen
Wolkenmeer.

Und du fragst dich
wie lange noch
wieso und warum
und was soll ich tun?
Heidemarie Rottermanner

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Gedichte

sie sagen dir ….

Sie sagen dir

du sollst dich nicht ärgern,
dich nicht aufregen.
Sie sagen dir

es schadet der Gesundheit
wenn du nicht darüber stehst,
sei doch cool und vergiss es.

Sei doch cool und vergiss es…

Nein….
Ich will mich ärgern

ich hasse es, wenn Unrecht geschieht
und wenn meine Seele weint
weil sie es nicht versteht…

Sei doch cool und vergiss es…

Nein …

geht mir aus dem Sinn
mit euren Sprüchen
sie helfen rein gar nichts
wenn ich weine
und verzweifelt bin
und nur die Kälte und den Schmerz
tief drinnen spür…

Sei doch cool und vergiss es…
Nein…

Ich schrei es in die Welt und wein´

weil mir dann etwas besser ist

und dann der Schmerz
nicht mehr so weh tut ….

Bild und Text: Heidemarie Rottermanner
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Kurzgeschichten

Wenn die Sonne wieder aufgeht …

Die Schneerosen hielten ihre Köpfe der Sonne entgegen, irgendwo trällerte eine Amsel ihr Lied. Sonst war es still, doch halt, das Bächlein murmelte leise.
Isa saß auf der Wiese und lehnte sich an die uralte Buche, blicklos starrte sie in den Himmel. Tränen liefen  über ihre Wangen und sie schluchzte herzzerreißend. Kalt und lieblos schien ihr die Welt. Wohin sollte sie gehen, es gab keine Zukunft für sie. Der Weg führte ins Leere, ins Nichts. Was erwartete sie noch von ihrem Leben, es war alles nur sinnlos.
„Isa, warum weinst du?“
Die junge Frau wischte die Tränen fort, sie blickte um sich, doch sie sah niemand. Woher kam die Stimme, wer wollte mir ihr sprechen?

„Isa, warum weinst du?“ Da war sie wieder diese glockenhelle, leise Stimme.
„Wo bist du, ich sehe dich nicht,“ fragte sie.

„Ich bin ganz nah bei dir. Schau zu deinen Füßen.“
„Da ist aber nichts, rein gar nichts. Nur Gras, Erde und Schneerosen …“

Isa stand auf und dann bückte sie sich, bis hin zu der großen, strahlend weißen Blume. Ach stimmt, von dort kommt die Stimme.
„Wer bist du und was willst du von mir?“
„Ich bin die Schneerosenelfe.“
„Die gibt es nicht.“
„Doch die gibt es.“

„Warum weinst du.“

„Ich,“ seufzte Isa. „Er liebt mich nicht. Na der Musiker, er spielt die E- Gitarre in der Band,  Der mit seinen dunkelblauen Augen, der sportlichen Figur, dem markanten Gesicht und den schwarzen, langen Haaren. Wenn er mich anschaut, dann bleibt das Herz stehen und der Atem stockt. Er ist so überaus besonders und ich mag ihn sehr gerne. Tja ich liebe ihn.“
„Und er?“
„Ach ich bin nur eine von vielen. Er verdreht meinen Freundinnen den Kopf, aber er meint es mit keiner ehrlich. Wir sind nur Wachs in seinen Händen.“
„Und du wünscht dir, dass er dich als einzige auserkoren wird und du zu ihm gehörst.“
„Ja das ist mein innigster Wunsch.“
„Und trotzdem weißt du dass dies nicht der Fall ist. Vielleicht sieht er in dir nur eine liebe Bekanntschaft und nicht mehr.“
„Nicht einmal das, wir haben nicht einmal fünf Worte miteinander gesprochen. Ich weiß auch, dass er sich über mich lustig macht. Er weiß von meinen Träumen und ich habe mitbekommen wie er über mich lacht.“
„Und das hat sehr weh getan.“
„Ja sehr.“
„Und doch das Leben ist schön, gehe ruhig einige Schritte weiter, bis hin zum Bächlein. Höre das murmeln und glucksen, schau ins Wasser und horche auf deinen Atem. Das Leben ist schön…
Du spürst die klare Luft, den Duft der Märzenbecher, das kühle Moos und den Gesang der Amsel.
Hörst du?“

Isa folgte bereitwillig den Worten, langsam ging sie zum Bach, hörte sein Rauschen, spürte die kühle Frühlingsluft und den Gesang der Vögel. Langsam kehrte die Freude wieder in ihr Herz. Lohnten sich die schwarzen Gedanken, das trauernde Herz. Warum war gerade dieser eine Mann so wichtig, obwohl er sich nie nach ihr umdrehte. Die dunklen Wolken sollte sie vertreiben. 
Jetzt war sie hier in dieser herrlichen Natur und schön langsam wärmte die Sonne ihr trauriges Herz. Versunken starrte sie ins Wasser, tausend Gedanken wirbelten durch ihren Kopf. 
Woher kam diese Traurigkeit. War es sein Blick, der ihr tausend Schauer durch den Körper jagte. Wozu waren Träume und Illusionen gut. Warum betrog sie ihr Herz. Vielleicht war sie festgefahren. Hatte aufgehört sich für andere Dinge zu interessieren. Es gab doch einige sehr nette Sänger und Musiker in ihrem Chor und in der Band. Warum war es gerade der eine, der so gar kein Interesse an ihr zeigte, einer der sich über ihre Gefühle lustig machte. Er hatte es nicht verdient, rein gar nicht. 

Viel zu lange stand sie hier und grübelte. Die Kälte kroch  nicht nur in ihr Herz. Lauf doch ein Stück. Warum hatte sie ihre warme Jacke im Auto gelassen. Tja die Sonne war trügerisch, sie wärmte, doch der kühle Wind ließ sie frösteln. Der Schnee lag auf den Bergen und der Frühling würde noch ein wenig dauern.

„Isa, was machst du hier?“ Die Frau erschrak wer hatte sie hier entdeckt. Langsam drehte sie sich um. Der schlanke hochgewachsene Norbert stand vor ihr. „Woher kommst du, wieso bist du hier?“
„Nur wegen dir. Nein, war nur Spaß. Ich bin öfters hier, die Gegend ist zu schön. Bin gerne hier, gehe wandern und genieße die Natur, die Stille, die Berge, den Bach und den See. Du frierst.“
Schnell zog der Mann seine Jacke aus. „Komm zieh sie über, es wird dir bestimmt  warm werden.“

Kaum hatte Isa die Jacke angezogen, nahm er seinen Wollschal und legte diesen über ihre Schultern. Sie zog diesen enger und spürte, ja es war um so vieles besser und schön langsam verschwand das zittern. „Dankeschön, du hast mich gerettet, sonst hätte ich bestimmt eine fette Erkältung ergattert. Doch dir wird jetzt kalt.“

„Ach was, ich war so und so viel zu warm angezogen, so schnell wird mir nicht kalt, komm laufen wir ein Stückchen weiter. Es ist  eine traumhafte Gegend.“
„Abgemacht, wenn du es sagst. Und was treibst du außer der Musik noch so in deinem Leben?“

„Ich sitze vor dem Computer und arbeite als EDV Techniker. Ein knochentrockener Job, aber es macht Spaß und sonst. Ich spiele in der Band den Drummer, aber das weißt du bestimmt.“
Isa lächelte und nickte.

„Sonst bin ich in der Natur unterwegs, wandern bergsteigen, klettern, laufen und Rad fahren. Oder einfach im Wald und den Bergen abhängen und nichts tun. Außer mein Hund ist dabei, ein sanfter und lieber Schäferhund, mein bester Gefährte. Puh jetzt habe ich schon zu viel erzählt.“

„War spannend und interessant. Tiere und die Natur liebe ich auch. Gerne träume ich und vertrödle den Tag, wenn es mir erlaubt ist.“

„Doch sage mir, ist etwas passiert, du warst wohl sehr unglücklich, man sieht es an deinen Augen, war es sehr schlimm.“

Isa blickte zu Boden. „Ja und nein, es kommt darauf an aus welchem Blickwinkel man es sieht. So manch einer würde sagen, es ist nichts und doch es hat sehr weh getan.“

„Es war wohl wegen einem Typen, stimmt es? Es erwischt einem und man meint die Welt geht unter, weil der andere nicht das gleiche Gefühl teilt oder dich nicht versteht, oder sich nicht in deine Welt versetzen kann. Das Herz spielt öfters verrückt, obwohl man es so nicht will, doch es schmerzt und das kann man nicht so einfach wegschieben und sagen, verschwinde, ich möchte nichts mit dir zu tun haben.“

„Kennst du dieses Gefühl auch so.“ Isa sah ihn überrascht an. „Das hast du gut ausgesprochen. Genau so war es auch bei mir. Dieser Typ,“ sie lächelte und schon standen die Tränen in ihren Augen, verlegen wischte sie diese fort. „Dieser eine macht sich nichts aus mir.“

„Tja unser Gitarrist hat schon einigen Mädels das Herz gebrochen, er sieht auch verdammt gut aus und das weiß er zur Genüge.“
Norbert sah sie mitfühlend an. Kein Spott lag in seinen Augen nur Traurigkeit. 
Isa schüttelte den Kopf. „Ich wollte dir jetzt nicht auch noch das Herz schwer machen. Es wird wieder besser, es geht vorüber, das Leben ist trotz allem schön.“

„Eine Tür schließt sich und eine andere öffnet sich.“

„Stimmt,“ antwortete Isa. „Komm laufen wir zu der Blumenwiese am Waldrand. Dort stehen die Märzenbecher und Schneerosen und sie sind wunderschön und wie sie duften.“

Schon standen sie inmitten der Pracht und staunten. „Und in jeder Blüte wohnt ein Elfenkind.“ Norbert blickte sie an. „Jetzt darfst du mich auslachen. Komm schon.“

„Nein bestimmt nicht, denn genau so ist es und diese flüstern dir zu, das Leben ist schön, schau dich um. Vieles ist unseren Augen verborgen, wir können es nicht sehen, aber manchmal spürt es unser Herz.“ 
Der Mann sah sie erstaunt an und meinte: „Du verstehst.“

„Ja,“ nickte Isa. „Danke für diese wunderbaren Worte, dein trösten. Jetzt geht es mir wieder besser.“
Still wanderten die beiden den Baumallee Weg entlang, die Vögel trällerten fröhlich ihre Lieder, die Sonne schob sich hinter ein paar Wolken und den Wind wehte kühl von den schneebedeckten Bergen.“
„Komm lass uns umdrehen und dann besuchen wir das neue Cafe im Ort. Dort ist es warm und gemütlich und es gibt heißen Tee und leckere Torten.“

Isa blickte ihn an, sekundenlang verlor sie sich in seinen dunklen, großen Augen. Schwerelos leicht fühlte sie sich und glücklich. Ein kaum gekanntes Gefühl von Vertrautheit und geborgen sein erfüllte sie. „Ja, lass uns gehen. Mein Auto steht da vorne am Parkplatz.“
„Meines auch,“ sagte Norbert, dann nahm er ihre  Hand und hielt sie einen Augenblick lang fest. „Wir haben uns bestimmt viel zu erzählen und ich freue mich darauf.“

„Ich auch,“ antworte Isa und ließ seine Hand nicht mehr los. Und eine wunderbare Liebesgeschichte machte ihren Anfang. Die Schneerosenelfe seufzte: „Fein habe ich das gemacht“ ….  

Bild und Text: Heidemarie Rottermanner 

  1. Dankeschön liebe Karin Lissi für deinen so lieben Kommentar, ich habe mich darüber, sehr, sehr gefreut. Dein Blog gefällt mir…

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Kurzgeschichten

Fragen …

Fragen und Antworten ...

Ein Raabe sitzt auf dem Baum und starrt in den Himmel. Golden erscheint der Vollmond hinter den Bäumen.
„Raben schlafen um diese Zeit schon längst im Wald auf den Bäumen und du?“„Blicke auf den Vollmond. Ist doch schön und magisch.“
„Schon, aber du …“
„Nichts da, ich sitze hier und staune und ob ich schlafen soll oder nicht, ist rein meine Angelegenheit.“
„Stimmt.“
„Der Mond steigt in den Himmel und die Welt schläft und es ist friedlich hier.“
„Ja sehr. Kein Lärm alles schläft, auch die Menschen, endlich.“

„Stimmt. Endlich. Sie beklagen sich ja ständig über dies und das.
Die einen werden reicher und andere wieder ärmer.“

„So ist es.“ Die Eule nickt zustimmend und blickt auf den vollen Mond. Wiesen und Wälder  werden durch sein magisches Licht beleuchtet. „Die einen sind klüger habe eine gute Werbestrategie und die anderen kaufen, obwohl sie so vieles gar nicht benötigen. Schön verpackte Worte, in glänzender Hülle. Vielleicht sollte so mancher genauer hinter die Hülle schauen, dann müsste er nicht zugreifen und würde sich eine Menge Geld ersparen.“

Der Rabe nickte und wiegte nachdenklich seinen Kopf hin und her. „So habe ich das noch nicht betrachtet. „Ist es Klugheit, Phantasie oder Geschicklichkeit, oder die richtige Einschätzung der Kunden und Käufer. Beim Kauf denkt der Konsument darüber nicht nach. Aber dann jammern, dass so mancher immer reicher wird.“

„Und ist auch das Produkt noch dazu sehr billig, fragt kaum jemand, was es enthält. Ist es gut für mich, meine Gesundheit. Wie wird es hergestellt, wer arbeitet dafür und bekommt sein Geld. Ist es gerecht, ist die Arbeit, das Produkt etwas wert.“

„Du sagst es.“ Die Eule blickt in den Mond, der Rabe schwingt sich in den Himmel und fliegt zu seinem Schlafplatz. 
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Deine Geschichten





Eric war umringt von seinen Schulkollegen. Er erzählt wieder seine Geschichten, Monja schaute zu ihm hinüber.

„Glaubst du ihm,“ fragte sie ihre Freundin Melitta. „Ich weiß es nicht. Ich war noch nie bei ihm

zu Hause eingeladen.“

„Du bist doch seine Freundin, ihr wohnt doch in der gleichen Straße.“

„Stimmt, aber er kommt zu uns nach Hause und er lädt mich nie ein,“ antwortete Monja.

„Seltsam.“

Wochen später in der Schule. „Monja kommst du in der Pause in den Schulhof ich muss dir etwas erzählen.“ „Klar doch, Kevin bin dann mal da.“

Leise unterhielten sich die Beiden in einer ruhigen Ecke. Monja schüttelte den Kopf, als ihr Kevin die ganze Geschichte erzählte.

„Du wirst es mir nicht glauben, stell dir vor, ich war gestern bei Eric zu Hause. Es war ein blöder Zufall, er hat sein Hausaufgabenheft in der Schule vergessen und ich bin ihm nachgelaufen. Ich war ein wenig zu langsam und so rannte ich zu ihrer Wohnung klingelte dort und seine Mutter öffnete die Tür. Du, die leben sehr bescheiden. Eng und dunkel ist es dort, die haben bestimmt nicht viel Geld und die Geschichten die Eric erzählt können gar nicht stimmen. Von wegen vom großen Auto, der moderne Fernseher, Computerspiel und weiten Reisen. Der Kerl lügt, das alles stimmt nicht. Soll ich es meinen Freunden erzählen.“

Monja war bestürzt und schüttelte den Kopf. „Besser ist es wir fragen ihn selbst, ich möchte nicht, dass du die Geschichte weiter erzählst. Ehrenwort.“

„In Ordnung wir reden mit ihm und fragen ihn selbst.“

Nach dem Unterricht warteten Monja und Kevin auf Eric. „Kommst du mit in den Park, wir möchten mit dir reden.“ Eric sah die beiden misstrauisch an. „Na gut, aber ich habe nicht viel Zeit, habe mich mit meinen Freunden am Fußballplatz verabredet.“

„Mann Eric das stimmt doch überhaupt nicht, was für Freunde meinst du eigentlich?“

Der Junge setzte sich auf eine Parkbank und druckte herum. Monja setzte sich zum ihm. „Such jetzt nicht wieder nach Ausreden, wir beide wissen mehr als du denkst.“

Eric blickte sie eingeschüchtert an. „Wissen die anderen auch Bescheid?“

„Nein nur wir beide. Willst du uns nicht erzählen, was eigentlich mit dir los ist?“

Zögernd begann der Junge den beiden Schulfreunden von seinen Sorgen und Nöten zu erzählen.

Der Vater war schon seit einiger Zeit arbeitslos. Er hatte einen gut bezahlten Job als Programmierer, doch dann musste die Firma Leute entlassen, man musste sparen, irgend jemand hatte sich verkalkuliert und nun fehlte das Geld.

Der Vater war ein tüchtiger und fleißiger Angestellter, aber durch den Verlust des Jobs fiel er in eine schlimme Depression und begann auch noch zu trinken. Die Mutter musste die Familie mit einigen Putzjobs über Wasser halten, aber das Geld reichte nur für die notwendigsten Dingen und nicht für mehr.

Eric hatte sich zutiefst geschämt, er wollte bei seinen Schulkollegen punkten und erzählte Geschichten die nicht stimmten.

„Es tut mir leid, ich weiß ich habe einen großen Fehler begangen und jetzt werdet ihr mir nicht mehr vertrauen.“

„Quatsch“, antwortete Monja. „Wir möchten dir helfen, es muss uns etwas einfallen.“

Abends erzählte sie ihren Eltern von Erics Sorgen. Der Vater war erschüttert. „Ich kenne doch Herbert, wir sind uns ab und zu im Cafe begegnet, mir ist aber nie aufgefallen, dass es ihm so miserabel geht. Aber das werden wir ändern. Ich werde schon eine Möglichkeit finden, damit ich mich mit ihm treffen kann.“

Und so geschah es. Monjas Vater Ernst traf sich ab und zu mit Herbert, Erics Vater. Langsam und behutsam unterstützte er ihn wieder auf die Beine zu kommen und einen neuen Job zu finden.

Es ging bergauf, Erics Vater fasste wieder Mut bekam Arbeit und hatte Freude an seinem neuen Job.

Der Familie ging es langsam besser und die finanzielle Lage entspannte sich. Die Familie fand eine neue Wohnung und ihre Lebenssituation wandelte sich zum Guten.

Eric war überglücklich und bedankte sich bei seinen Freunden. „Ich verspreche euch von nun an die Wahrheit zu sagen und keine falschen Geschichten zu erfinden. Danke für eure Hilfe, ihr habt mir wunderbar geholfen. Ihr seid einfach die besten Freunde ….

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Weihnacht

Leise rieselt der Regen

Wald und Wiesen

sind grün

im Dezember.

In wenigen Tagen soll

Weihnacht sein

Freude in den Kinderaugen

der Kleinen Anna

und ihre Fragen

wann kommt das Christkind?

Schön ….

ihre Freude,

sie weiß nichts

von Leid, Krieg und Zerstörung

denn in ein paar Tagen ist

Weihnacht

Weihnacht auch im Land

unseres Erlösers

wo Tod und Horror herrscht…

wie fühlt es sich an

das Weihnachten …

ich schau in deine Augen

und hoffe,

dass die Freude

endlich zu allen kommt

nah und auch ganz fern….

Wünschen darf man ….

Heidemarie Rottermanner