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Goldstaub

Goldstaub ….
von Heidemarie Rottermanner

Nacht ist es und in Annas Zimmer leuchtet gedämpft Licht. Jetzt ist sie aufgewacht, obwohl die Nacht noch lang ist und sie eigentlich schlafen soll.
Schon überlegt sie, ob sie in das Schlafzimmer ihrer Eltern laufen soll. Der kleine Bruder Florian würde wohl auch wieder wach werden, wenn sie jetzt Krach macht.
Anna überlegt, da sieht sie ein helles Licht, es kommt von ihrem Schreibtisch, wo die Malstifte liegen. Ich muss mal näher um zu schauen, was das ist. Da sitzt doch ein winziges Wesen auf ihrem Malblock. Im goldenen Haar leuchtet ein heller Stern.
Plötzlich hört sie eine leise Stimme: „Wer bist du und was machst du hier.“
Anna setzt sich auf ihren Sessel und begutachtet das winzige Wesen. „Ich heiße Anna und sollte schlafen, aber ich bin aufgewacht und will gerade zur Mama laufen. Wer bist du und was machst du in meinem Zimmer?“

„Ich bin eine der Waldtannenelfen und heute bin ich durch eure Balkontür in dein Zimmer geflogen.“
„Wie ich habe dich gar nicht gesehen.“
„Nun ich bin am Tag unsichtbar, nur Nachts leuchtet mein Stern und dann kann man mich sehen.“
Anna ist erstaunt, eine Elfe in ihren Zimmer. Sie kann es gar nicht glauben.

„Und was machst du jetzt“

„Tja, ich muss bis morgen Früh warten, dann kann ich wieder aus deinem Zimmer fliegen, denn dann bin ich unsichtbar. Ich sause wieder in den Tannenwald und mache es mir in meiner Höhle im Tannenbaum bequem und schlafe, bis die Sonne wieder warm vom Himmel scheint.“

„Pah, du lebst in einer Höhle.“ Anna ist erstaunt. „Bist du da ganz alleine und fürchtest du dich nicht.“

„Oh in meiner Höhle ist warmes Heu und noch andere Waldtannenelfen wohnen dort, ich habe eine große Familie und viel Spaß. Wir helfen den Eichkätzchen beim Tannenzapfen sammeln. Schauen den Rehen und Hasen zu, wenn sie durch den Wald laufen. Besuchen die Fichten, Tannen und Laubbäume und fragen die Vögel ob sie Hilfe brauchen. Wir haben viel zu tun. Ab und zu fliegen wir auch zu den Menschen und besuchen sie.“

Anna reibt sich die Augen. „Du hast viel Arbeit und eine Menge zu tun, das muss auch sehr anstrengend sein und jetzt bin ich müde. Aber … „ plötzlich überlegt Anna. „Da auf meinem Schreibtisch ist es kalt, da kannst du unmöglich schlafen.“

Sie schiebt einen Sessel an ihr Bett, holt ihren Stoffhasen und deckt ihn mit einer Decke zu. „Da kannst du dich zu meinem Hasen kuscheln und unter die Decke schlüpfen, schön warm ist es dort.“

Anna fallen schon fast die Augen zu, sie legt sich in ihr Bett, deckt sich zu und murmelt „Gute Nacht, liebe Elfe.“
Leise flüstert die Elfe: „Danke liebe Anna. Ich werde fein schlafen. Gute Nacht, träume schön“. Dann streut sie feine, winzige Goldsterne über Anna. „Gute Nacht, meine liebe Anna.“

Als Anna am nächsten morgen aufwacht, ist der Stoffhase noch immer zugedeckt, aber die Elfe ist nicht zu sehen.

Rasch springt Anna aus dem Bett, läuft in die Küche und ruft. „Mama, Mama mach bitte die Balkontüre auf damit die Waldtannenelfe nach Hause fliegen kann.“

Die Mutter sieht ihre Tochter erstaunt an, öffnet die Türe und Anna ruft. „Tschüs liebe Elfe und besuche mich wieder einmal.“

Die Mama lächelt und sieht die Goldsterne in Annas Gesicht und in ihren Haaren. „Na dann, vielleicht besucht sie dich wieder einmal deine Waldtannenelfe.

„Bestimmt.“ meint Anna „und dann schläft die Elfe wieder bei meinem Stoffhasen unter der Decke und streut Goldstaub.“

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Silvo eine Blumenelfengeschichte. Fortsetzung

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Silvo

Eine bunte Blumenwiese, weitab von Städten und Dörfern, ist das Zuhause der Blumenelfen.
Silvo der Blumenelf bewundert und liebt Ramina, die Tochter des Elfenkönigs. Doch ihre Eltern wollten sie mit Azur Ammad aus dem fernen Orient verheiraten. Nun war dieser fremdländische Besucher beim Elfenkönig zu Gast. Im Grunde genommen wollte Ramina diesen fremden Prinzen gar nicht ehelichen und auch nicht ins ferne Land ziehen. Doch Silvo meint, dass sie Azur Ammad besser kennen lernen sollte, um sich ein endgültiges Urteil zu bilden.

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Ramina

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Eine bunte Blumenwiese, weitab von Städten und Dörfern, ist das Zuhause der Blumenelfen.
Silvo der Blumenelf bewunderte und liebte Ramina, die Tochter des Elfenkönigs. Doch ihre Eltern wollten sie mit Azur Ammad aus dem fernen Orient verheiraten.

Alle Elfen auf der Bergwiese waren zu einem großen, turbulenten Wiesenblumen- und Elfenfest geladen. Der Elfenkönig war aus seiner Königsakelei, er wohnte dort an einem stillen, romantischen Bergsee, eingetroffen.